Inselhopping

…oder tausche Sonnensegel gegen Heizlüfter. Doch dazu später mehr.

In 2019 geht es zu den westfriesischen Inseln. Ganz oben auf der Wunschliste steht Ameland. Schiermonnikoog fällt leider wegen userers Tiefgangs von 1,60 Meter „flach“. Wir nehmen Euch ein Stück unserer Reise mit und teilen einige Eindrücke der Reise.

Enkhuizen

Der Vorabend unserer eigentlichen Abfahrt beginnt mit einem fröhlichen und lustigen Abend mit unseren ehemaligen Stegnachbarn Alex und Stefan. Bei kleinen Leckereien, Wein und Bier lassen wir es uns gut gehen!

-> Harlingen

Der Weg nach Harlingen gestaltet sich als sehr lange Fahrt unter Maschine. Das IJsselmeer liegt platt vor uns und die Sicht ist eher trübe und diesig. Wir sind froh, dass unser PiPi uns stur nach Norden steuert. In Konwerderzand bekommen wir sogar eine exklusive Schleusung, denn wir sind schon etwas spät dran und haben den Strom bis Harlingen schon leicht gegen an. Der Norderhaven ist schon recht gut gefüllt und so gehen wir als drittes Boot ins Päckchen.

Auf dem Weg nach Kornwerderzand

-> Vlieland (1)

Beim Bäcker bekomme ich (Wolfgang) heute den guten Rat eines wohl sehr langjährigen Kunden: „Hier können sie alles kaufen! Alles schmeckt sehr gut!“ Das ist wohl die beste Werbung für ein Unternehmen und wir werden auch nicht enttäuscht. Die Brötchen und auch das Brot schmecken ausgezeichnet. Nach dem Frühstück reihen wir uns in die lange Schlange vor der Brücke ein. Die Brücke öffnet nur jede halbe Stunde und so gibt es kurz vor der Öffnung ein ordentliches Gedränge aber wir bleiben ruhig und können schon bald durchschlupfen. Die Fahrt nach Vlieland gestaltet sich recht flott. Zuerst können wir unter Vollzeug den Pollendam entlang fahren. Später reffen wir Großsegel und Genua, da der Wind auf 5-6 Bft auffrischt. Bei der Ansteuerung der Hafeneinfahrt herrscht schon mächtiger Gegenstrom und so müssen wir ordentlich vorhalten. Wir sind schließlich in einem Gezeitenrevier!

Hier herrscht ordentlich Querstrom.
interessante Wolkenformationen können wir bei unserem kurzen Abendspaziergang beobachten.

-> Ameland

Gegen 4:50 Uhr machen wir in Vlieland die Leinen los. Wir haben noch etwas Gegenstrom aber so können wir auf der Nordsee die maximale Strömung mitnehmen. Der Tag beginnt sehr kalt und überhaupt nicht sommerlich. Eingemummelt in eine Decke und mit laufender Webasto lässt es sich gut aushalten!

Die Stille auf der Nordsee am frühen Morgen hat eine fast mystische Seite. Sobald der Diesel abgeschaltet ist und die Segel oben sind, hört man nur noch das leise Plätschern. Bei wenig Welle und 3 Bft kommen wir bald gut voran. Später bergen wir das Großsegel und lassen uns vom Westwind mit der Genua an Terschelling vorbeiziehen. Erst kurz vor der Einfahrt in den Hafen bergen wir die Segel und schieben uns im engen Fahrwasser an der Fähre vorbei.

Der Hafenmeister weist uns mit seinem Schlauchboot einen Liegeplatz im Päckchen zu. So liegen wir nun an zweiter Steller neben einer niederländischen Stahlsegelyacht.

Für die nächsten Tage ist viel Wasser von oben und Starkwind gemeldet. Wir wollen zwar nicht gleich wieder los, doch etwas „Sommer“ wäre doch auch ganz schön!

Direkt am Hafen befindet sich ein Fahrradverleih und so kommt es, dass wir uns ein Tandem mieten. Wir sind bisher so ein Gefährt noch nie gefahren und wollen es einfach mal testen. Schon nach den ersten Metern wird klar: das wird kein einfacher Spaß. Zwar hat das Teil eine Art Schaltung doch der Dampfer ist sehr schwer und unhandlich. Das kann uns aber nicht aufhalten die Highlights von Ameland zu erkunden. Ein paar Eindrücke gefällig?

Neben dem fantastischen Ausblick vom Ameländer Leuchtturm haben wir selbstverständlich auch die kulinarischen Köstlichkeiten in Anspruch genommen. Da wäre die tolle Marmelade, welche wir am Wegesrand kaufen konnten, zu nennen. Wir trinken den original Nobeltje in der Hotelbar „Nobel“ und packen gleich noch eine Flasche für die Bordbar ein.

An unserem dritten Abend auf Ameland genießen wir die tolle Ameländer Küche im Restaurant Str. Anders. Die Rasiermessermuscheln mit Queller sind super! Auch gefällt uns die Atmosphäre hier sehr gut.

vor Sonnenaufgang geht es zurück Richtung Terschelling

Die Wetterprognosen für die kommenden Tage sind schlecht und passen eigentlich eher in den Herbst. Starke Winde aus West bis Nord-West bei 8-9 Bft verbunden mit Starkregen und Gewitterböen. Das ist nicht unser Wetter! So reisen wir schon am vierten Tag wieder ab, um den restlichen Ostwind zu nutzen.

-> Terschelling

herrlicher Morgen auf der Waddenzee

Ganz sacht aber deutlich rutscht die Decision im Dunklen auf die Schlickkante in der Fahrrinne. Es ist noch dunkel um 5 Uhr und die unbeleuchtete Tonne haben wir übersehen. Wir haben schon ablaufendes Wasser und so müssen wir schnell reagieren, um uns aus dieser Situation zu befreien. „Kräftig zurück“ verbunden mit einigen unschönen Worten, befreit uns schließlich aus der Situation. Gaaanz laangsam tasten wir uns im Dunkeln weiter voran…

Am Ende genießen wir einen herrlichen kalten Morgen auf der Waddenzee!

Das Wetter verschlechtert sich zusehends und so bekommen wir zuerst Regen und im weiteren Verlauf nimmt der Wind zu. Wir kommen im Vliestrom mit der Genua gut voran. Im Vliestrom haben wir eine Wind- gegen-Strom-Situation und der Seegang wird ungemütlich. Ab nun haben wir auch kein Bildmaterial mehr!

Im Vliestrom wurde es schon etwas schaukeliger

Wir erreichen den Hafen Terschelling und der Windmesser zeigt schon 23kn! Wind und Strömung machen das Anlegen zu einem Geduldsspiel. Letztendlich gehen wir mit einem „sportlichen“ Manöver längseits ins Päckchen und freuen uns, dass uns die Leinen angenommen werden.

Auf Terschelling brechen wir mit einem unserer Vorsätze und leihen uns ein E-Bike beim örtlichen Vermieter. Was sollen wir sagen: Es hat unheimlich viel Spaß gemacht. Insbesondere bei „diesem“ Gegenwind. Zwar waren wir schon mal vor zwei Jahren einige Tage auf Terschelling. Doch auf dieser tollen Insel gibt es immer wieder etwas zu entdecken.

Zurück am Hafen hat der Wind nun weiter zugelegt und unser Steg neigt sich schon deutlich. Das Stahlboot gegenüber hat laut Expose 42 Tonnen. Auch die Klampen sind schon etwas lose und nur durch die Bohlen des Steges verbolzt. Wir harren der Dinge und hoffen auf baldige Besserung.

Obwohl der Wind noch kräftig bläst, wird das Wetter besser und wir fahren mit der „Brandaris“ – einem ehemaligen Rettungsboot – zu den Seehundbänken. Die Fahrt wird von freiwilligen Mitgliedern organisiert und wir bekommen mit den anderen Gästen viel erklärt und gezeigt. Auf dem Boot dürfen wir uns frei bewegen und alles genau inspizieren. Die Fahrt ist ein tolles Erlebnis und wir können die „Faulpelze“ ganz von der Nähe beobachten

Mit der „Brandaris“ geht es zu den Seehunden
ein toller Tag

-> Vlieland zum zweiten

Wieder geht es schon sehr früh auf See. Doch heute geht es nur ein paar Meilen durch das Schuitegat nach Vlieland. Auf dem Hinweg mussten wir noch wegen des schon ablaufenden Wassers „außenrum“. Nun sind wir etwa zum HW im Gat und haben SG2 und SG3 noch komfortable 90 cm unterm Kiel!

Dies ist nun schon unser dritter Aufenthalt auf Vlieland. Doch haben wir die Insel immer nur als Stop-Over genutzt. So geben wir Vlieland noch eine Chance und werden nicht enttauscht. Gleich auf dem Weg vom Hafen zum Ort werden wir mal wieder unfreiwillig geduscht und so huschen wir von Laden zu Laden um möglichst trocken zu bleiben.

Auf einem Plaket entdecken wir den https://www.vliehorsexpres.nl/. Dabei soll es mit einem Allrad MAN Truck bis ans Ende von Vlieland gehen. Wir buchen die Abend-Tour. Auf dem Rückweg werden wir ein weiters mal gewaschen und müssen uns an der Standbar mit Chocomel stärken. Nach einigem Hin- und her bezüglich des Abfahrtsortes geht es schließlich um 20 Uhr los. Wir besteigen die gelben „Riesen“ und es geht kreuz und quer über den Stand. Das Highlight am Ende ist ein Lagerfeuer mit Musik und Geschichten von der Insel. Es herrscht eine tolle und ausgelassene Stimmung. Doch seht selbst.

Tolle Musik und chokomell

-> Texel

Es soll nun weiter nach den Helder gehen und (ja mal wieder😉) sehr früh los. Der Morgen ist frisch und kühl doch es geht mit „Vollzeug“ gut voran. Der mitlaufende Strom bringt uns teilweise mit fast 8 kn über Grund durch den Vliestrom nach SO. Ab Harlingen müssen wir leider die Segel bergen und die Maschine starten. Wind und Welle haben wir genau gegen an und auf kreuzen im engen Fahrwasser haben wir keine Lust.

Kurz vor Kornwerderzand schütten wir noch mal 10 Liter GTL in den Tank um notfalls weiter motoren zu können. Doch dies ist gar nicht nötig, denn bald können wir die Segel wieder setzen. Der Wind nimmt stetig zu und es bauen sich kleine Zellen mit Starkwind auf. Inzwischen ist der Strom gekentert und im Texelstrom ist Wind, Welle und Strom gegen uns.

Kurzerhand beschließen wir, nach Oudeschild abzubiegen und verschieben Den Helder auf nächstes Jahr.

Im Vorbecken werden wir von einem Seehund begrüßt. Während wir Leinen und Fender klar machen schwimmt er seine Kreise um uns. Zum Anleger stoßen wir mit dem leckeren Kölsch von Alexandra und Stefan an. Danke das war genau richtig!

Den nächsten Tag erkunden wir die Insel mit dem Hopper. Eine tolle Sache, wie wir finden. Es ist ein einfaches und zuverlässiges Buchungssystem für Minibusse. Mit 300 Haltestellen kann man so die ganze Insel erkunden!

Die gesamte Hafenanlage wird zur Seeseite verstärkt. LKW´s bringen Steine und Material und Bagger verteilen und verdichten den Wall.

-> Stavoren

Die weitere Reise führt uns über Den Oever nach Stavoren. Kaum sind wir wieder zurück auf dem IJsselmeer, lässt uns der Wind im Stich. Auf der Waddenzee hatten wir die letzten zwei Wochen meist eine Schippe Wind zu viel. Nun müssen wir unter Motor und PiPi tuckern. In Stavoren finden wir Binnen noch ein schönes Plätzchen an der Insel.

-> Den Oever

Auf dem Weg nach Den Oever haben wir herrliches Amwindsegeln. Die Decision läuft dauerhaft über 6 kn und Tanja hat sichtlich Freude an der Pinne. Beim Anleger in Den Oever passiert es. Wir liegen schon fest am Meldesteiger und Tanja möchte samt

Geldbeutel übersteigen. Dabei bleibt sie an der Reling hängen und landet bäuchlings auf dem Steg. Schmerz! … nach zwei Minuten Entwarnung. Nichts gebrochen oder ähnliches. Es gibt aber bestimmt viele blaue Flecken.

Wir wollen morgen paddeln gehen und so erkunden wir mit den kostenlosen Leihrädern vom Hafen die Umgebung nach geeigneten Stellen, um unser Kanu ins Wasser zu bringen. Leider sind die einfachen Stellen entweder privat oder gesperrt. Wir finden trotzdem eine geeignete Stelle.

tollen Aussicht vom Hafenturm

Das schmucke Örtchen selbst ist mit dem Rad schnell erreicht und so können wir gleich noch eine Erkundungstour starten. Hier sehen wir die Maßnahmen zum Hochwasserschutz und der zahlreichen Maßnahmen die Niederlande vor den Fluten zu schützen. Hohe, dicke Schutzmauern trennen Fischerhafen vom Ort.

Wir pusten das Kajak am Steg des Hafens auf und packen unser Gepäck hinein. Zu Fuß tragen oder besser schleppen wir es etwa zwei Kilometer bis zum Kanal. Der Einstieg gelingt und so geht es gleich leicht gegen die Strömung den Kanal entlang. Trotz der braunen Brühe und der teilweise noch hörbaren Autobahn, macht die Fortbewegung unseres neuen „Beiboots“ Spaß. Wir passieren sogar eine kleine manuelle Fähre, welche zu einem Naturcampingplatz führt. Nach etwa zwei Stunden sind die Arme etwas müde und Wolfgang hat sich die erste Blase gerudert. Für unsere erste echte Ausfahrt mit dem Gumotex nicht schlecht! ->Prämiere geglückt.

-> Medemblik

Auf dem Weg nach Medemblik steht die nächste Prämiere auf dem Plan. Wir wollen unseren neuen Anker in der kleinen Bucht neben dem Ragattacenter in Medemblik testen. Eigentlich ist es sogar das erste echte Ankermanöver überhaupt. Bisher sind wir nachts einen Hafen angelaufen oder gesegelt.

Wir haben keine Winde an Bord und so müssen die 10 kg plus Kette manuell bedient werden. Wir tasten uns in die flache Bucht und beschließen, auf etwa 1,20 m unterm Kiel das Eisen fallen zu lassen. Der erste Versuch klappt irgenwie nicht recht und wir treiben. Der Ankergrund ist Sand und Schlamm und somit haben wir ordentlich Sauerei an Deck produziert. Der zweite Versuch ist leider zu dicht am Nachbarlieger. Doch der dritte Wurf gelingt und der Anker hält! Wir versuchen uns an diversen Ankeralarm Apps und spielen mehr oder weniger den Abend immer mal wieder mit der Einstellung des Alarmkreises.

Wir erleben einen wunderschönen Abend mit tollen Sundowner. Auf jeden Fall besteht akute Wiederholungsgefahr!

Nach einem Frühstück an Deck geht es nach Enkhuizen zurück. Hier treffen wir uns Abends mit Antje, um das 24uurs Zeilrace zu bestreiten.

Inselhopping auf Google Maps

Sie haben Post!

Diesen legendären Satz kennen viele von uns aus dem AOL Werbespot mit Boris Becker. Das war übrigens im Jahr 2001! Der heute Beitrag handelt von einer email und der echten“Post“.

Im Juni diesen Jahres wurde Michael (Maxi84 Besitzer seit 34 Jahren!) auf unseren Blog aufmerksam. Wir tauschten uns per email über unsere Maxis und die durchgeführten und geplanten Refits aus. Michael berichtete von seinem ultimativen Lukenaufsteller aus einem dänischen Baumarkt. Ein paar Tage später hatten wir wieder Post. Dieses mal von der gelben Post!

Plotzlich lag der „Ultimativo“ bei uns zu Hause

kleine Öffnung

große Öffnung

Nach drei Wochen intensiver Nutzung in unserem Sommerurlaub sind wir von diesem „kleinen Stück“ Holz immer noch begeistert.

Vielen Dank Michael!

Wiederholungstäter – 24 uurs zeilrace 2019

Die Wetterprognose für eine tolle 24 Stunden Regatta klingt vielversprechend. Östliche Winde in der Nacht von 3-4 Bft. Anfangs etwas schwachwindig, doch trocken und sonnig.

Antje reist am Mittwoch Abend an und komplettiert unsere Regatta-Crew. Wir haben bereits gute zwei Wochen SOMMER- Urlaub hinter uns. Aber das ist eine andere Geschichte! Den Donnerstag vor der Regatta nutzen wir noch um einige Manöver zu üben. So fahren wir am Nachmittag hinaus und drehen unsere Kreise um die Tonnen „KG“ und „SPORT-C“ vor Enkhuizen. Eine Wende folgt der nächsten Halse, gefolgt von Reffen und Beiliegen. Die Bedingungen sind gut. Es herrschen gute 4 Bft Wind aus West. So steht vor Enkhuizen fast keine Welle und wir rauschen mit 6 kn durchs Wasser. Am Abend geht es dann zum „dikke Mik“ lecker Essen.

Freitag 23.08.2019 Regattabeginn: Nach dem Frühstück widmen wir uns der Planung. Wir holen die aktuellen Wetterdaten ein und machen Überlegungen, welchen Bahnen wir nehmen möchten. Der Start könnte etwas schwierig werden, da nur etwa 5 kn Wind aus 150 Grad vorhergesagt sind. Unsere Startlinie in ENK-Nord liegt in etwa auf 150 Grad und das Zeitfenster beträgt nur 10 Minuten. – Die Spannung steigt!

Um 18:05 Uhr ist es soweit. Wir legen ab und setzen gleich in der Ankerbucht die Segel. Kurz darauf zeigen wir der Kommission unsere „Drei-Farben-Laterne“ und stoppen den Motor für die nächsten 24 Stunden. Pünktlich um 18:30 Uhr ertönt der Startschuss und wir machen uns mit etwa 1,5 kn auf in Richtung Startlinie und passieren diese mit vielen anderen Booten um 18:34 Uhr! Leider ist ein Teilnehmer auf die Steinschüttung gefahren und beim Start des Motors gibt die Schraube ein sehr hässliches Geräusch von sich. Das möchte man nie an seinem eignen Boot hören!

Der Abend ist herrlich. Der Wind nimmt nun rasch zu und so können wir bald schon mit 5 und mehr kn die ersten Rakken (Bahnen)
abfahren. Ab 22 Uhr beginnt unser Wach- und Schlafplan. 2 Stunden schlafen und 4 Stunden seglen. Somit sind immer zwei im Cockpit. Das hat sich schon 2016 bewährt und insbesondere in der Nacht ist ein zweiter Ausguck angebracht. Die Nacht ist sternenklar und „angenehm frisch“ (kleiner Insider). Der Wind frischt teilweise noch etwas auf. Reffen ist aber noch nicht notwendig und so rauschen wir durch die Nacht. Der Winddreher nach SO kommt leider etwas später und so müssen wir eine Rakke sehr hoch am Wind fahren und etwas kreuzen.

Ab etwa 11 Uhr wird der Wind etwas schwächer und laut Wetterbericht wird es gegen Nachmittag noch weniger. Wir entscheiden aber noch mal in den Norden zu fahren um noch etwas Strecke zu machen!

Samstag 24.08.2019 etwa 1 sm südlich SPORT-B: Der Wind ist schlagartig weg! Nichts, gar nichts. Alle Boote um uns herum liegen mit schlaffen Segeln und ohne jegliche Fahrt. Wie kann das sein? Alle Wetterapps sagen etwas zwischen 5-9 kn aus Ost voraus. Ratlosigkeit macht sich breit. Wolfgang packt den Spi aus doch das ist nur ein weiteres Desaster. Der Bergesack geht nicht voll nach oben und so fällt dieser auch sofort wieder ein! Dieser „doofe Spinkacker!“

Gegen 15:30 Uhr kommt eine erste Brise auf und mit Schmetterling und 1-2 kn Fahrt geht es weiter. Gibt es noch Hoffnung rechtzeitig ins Ziel zu kommen? Wenig, um 18:30 Uhr müssen wir dort sein und es sind noch fast 10 sm…

Nach der Rundung der WV19 um 18:05 haben wir kurzfristig über 4 kn Fahrt über Grund. Doch am Ende erreichen wir nach einer langen Zitterpartie um 20:03 Uhr das Ziel. Leider disqualifiziert. Spaß hatten wir trotzdem und 2020 gibt es eine neue Chance!

Zum Ergebnis (kleine Korrektur): Nach Antjes Auswertungen auf Basis der Ergebnislisten von Kustzeilers ( https://www.24uurszeilrace.nl/ ) sind 407 Boote gemeldet und davon sind 229 ins Ziel gekommen und 178 disqualifiziert worden! (Angaben ohne Gewähr)

Hier findet Ihr noch die gesegelte Strecke auf google maps!

24uurs zeilrace 2019

Bild 1 von 15

Vorfreude - gleich geht es los!

.

4 Tage – 4 Häfen

Fronleichnam 20.06.-23.06.2019: Enkhuizen-Hindeloopen-Lemmer-Medemblik-Enkhuizen

Wir starten in einer neuen Crew-Zusammensetzung in das verlängerte Fronleichnam-Wochenende. Tanja fällt leider arbeitsbedingt aus 🙁

So legen wir (Antje, Marcus und Wolfgang) am Donnerstag in Enkhuizen ab und segeln im ZickZack nach Hindeloopen, Lemmer, Medemblik zurück nach Enkhuizen. Wir erleben 4 sehr abwechslungsreiche und schöne Segeltage auf dem Ijsselmeer.

Vielen Dank an die Crew für die schöne Zeit!

PS: Vielen Dank Antje und Marcus für die schönen Bilder!

neue Kleider

Während unseres letzten Sommertörns löste sich unser Großsegel an der einen oder anderen Stelle auf. Das Alter des Tuches ist unbekannt und inzwischen seidendünn; diese Tatsache nimmt uns die Entscheidung quasi ab. Wir brauchen ein neues „Groß“! Wir studieren zahlreiche Beitrage in Segelzeitschriften und Beiträgen aus dem Internet und wägen die Vor- und Nachteile bestimmter Konfigurationen ab. Die Bestellung soll noch im Herbst 2018 erfolgen, denn so werden zum einen die Winterpreise gültig sein und zum anderen können wir im Frühjahr mit neuem Material starten.

Angebote werden eingeholt und Qualität (Material, Tuch), Preise und Erreichbarkeit verglichen. Letztendlich fällt die Entscheidung auf einen lokalen Segelmacher in Enkhuizen. Ausschlaggebend und wichtig ist uns die gute Erreichbarkeit vor Ort. Auch bei der Wahl des Segels sind wir dem Rat des Segelmaches gefolgt und haben uns für ein offenes Unterliek und gegen ein durchgelattetes Großsegel entschieden. Wir ordern gleich noch eine neue Großsegel-Persenning, eine Abdeckung für die Pinne und einen Regenschutz für das Schwalbennest. Das Schwalbennest ist bisher durch eine Eigenkonstruktion geschützt. Dies ist unter anderem sinnvoll, um das Motorpanel vor Dauerregen zu schützen. Wir wählen einen Blauton passend zu unserer Sprayhood.

Wie bereits im Saisionstart 2019 berichtet, passte der kugelgelagerte Rutscher nicht in die Segelzuführung. Der Rutscher ist zwischenzeitlich vom Segelmacher gegen einen Selden Rutscher getauscht. Doch das neue Kleid passt der Decision immer noch nicht so recht. Das Vorliek vibriert und der kugelgelagerte Rutscher geht nur mit etwas Gewalt in die Segelzuführung. Auch die Kunststoffrutscher haken immer wieder beim Setzten des Großsegels und so benötigt man sehr viel Feingefühl, bis das Tuch oben ist.

Daraufhin haben wir eine Reihe von Verbesserungsmaßnahmen gestartet:

  • Das Mastfall wurde verändert und der Riggtrimm optimiert. Durch unser neues Wantenspannungsmaessgerät  (riggsense) geht das nun auch sehr flott.
  • Der Segelmacher hat die Vorliekspannung im Segel noch etwas erhöht.
  • Der Segelzuführungsbeschlag wurde vom Rigger (Tipp von unserem Stegnachbarn; Danke Micha)  getauscht. (Es gibt eine geänderte Version ohne „Nase“ am oberen Beschlag)

Vom  Rigger bekommen wir den Hinweis (Wolfgang hat es auch schon bemerkt), dass die Kunststoffrutscher (Trommelrutscher) nicht zu unserem Selden (E-Profil) Mast passen. Diese werden durch uns noch (durch passende A014) ersetzt. Wir werden hierzu noch ein Update schicken und berichten.

Insgesamt sind wir mit der Segelleistung des neunen Segels sehr zufrieden. Die Decision läuft „gefühlt“ (subjektive Wahrnehmung) einen halben Knoten schneller.

schönes Profil
Großegel-Persenning und Pinnen-Persenning
Abdeckung Schwalbennest

PS: Da unser Notebook kurzfristig die Arbeit eingestellt hat, gab es auch zwischenzeitlich nichts neues. Das wird sich jetzt wieder ändern

Kurz notiert: Saisonstart 2019

Vorab, es hätte nicht viel besser kommen können. Die Entscheidung erst über Ostern wieder ins Wasser zu gehen und nicht schon wie ursprünglich geplant im März war die richtige. So erleben wir ein wirklich sommerliches Ostern.

Am „Ostermittwoch“ treffen wir in Woudsend ein und es herrscht reges Treiben. An den Booten wird poliert, gestrichen und geputzt. Unser Bötchen schwimmt schon, denn die Reekers- Crew hat das Kranen bereits einige Tage zuvor erledigt. So können wir unser Auto entladen und alles verstauen. Mit dem Auto geht es gleich nach Enkhuizen, welches wir dort stehen lassen, um die Rückreise nach Woudsend per Bahn und Bus anzutreten. Doch halt! Zuerst wollen wir unser neues Großsegel beim Segelmacher abholen. Leider gab es wohl bei der Montage des Rutschers ein kleines Malheur und unser Segel hat nun drei blaue Flecken berichtet uns der Segelmacher. Enttäuscht nehmen wir es trotzdem erst mal mit. Das „alte Groß“ haben wir aus Kapazitätsgründen zu Hause gelassen. Voll gepackt (mit dem dicken Segelsack) geht es zurück nach Woudsend.

Die Sonne scheint am Gründonnerstag schon am frühen Morgen und so machen wir gleich einen Spaziergang, um frische Brötchen zu holen. Nach dem ersten Frühstück für diese Saison machen wir uns gestärkt an die Arbeit.

Woudsend „Blick von der Brücke“

Viel ist nicht zu tun. Die meisten Arbeiten wurden schon im Herbst von Wolfgang erledigt und durch die Lagerung in der Halle sind die Putzarbeiten auch sehr überschaubar. Lediglich ein paar kleine Reparaturen und Erneuerungen: Eine neue Schwanenhalslampe montieren, Wanten einstellen und Segel anschlagen. Doch leider erweist sich der „blaue Rutscher“ als nicht passend für unser Mastprofil. Wir sind sehr verärgert, da wir nun kein passendes Großsegel für die nächsten Tage haben!

Lecker Essen in der Kajüte

Am Abend gönnen wir uns ein tolles Essen in Sneek (Kajüte). Der Laden ist gut gefüllt und wir bekommen sogar den selben Tisch wie das letzte Mal.

Zum Schluss noch einen friesischen Whisky

Karfreitag: Auf der uns schon vertrauten Route geht es von Woudsend über das Heeger Meer, vorbei an Galamadamen bis nach Stavoren. Wir rauschen ohne Stopp durch die Schleuse und auf das Ijsselmeer. Kurs Nord bei Ostwind (3Bft). Das läuft selbst unter Genua noch recht gut. Vor der Untiefe (MA3-MW2) in Makkum müssen wir die Genua einrollen und motoren bis zum Gemeindehafen. Leider kuppelt Wolfgang beim Anleger etwas spät aus und so sind wir für die helfenden Hände am Steg dankbar! Peinlich so etwas zum Saisonstart (findet Wolfgang). Bei traumhaftem Wetter genießen wir den Abend. Selbst nach Sonnenuntergang wird es nicht wirklich kalt. 2019 ist wohl das Frühjahr ausgefallen!

Die Sonne blendet schon am frühen Morgen in der Makkumerdiep.
Anlegesteg von De Kreupel

Ostersamstag: Steht ganz im Zeichen „Natur pur“. Wir wollen heute auf die Vogelinsel De Kreupel segeln. Leider wird das mit dem Segeln nicht viel. Ohne Großsegel und bei knappen 2Bft müssen wir bald den Motor starten. Begleitet von tausenden von Fliegen tuckern wir mit PiPi gen De Kreupel. Die Einfahrt ist etwas „tricky“ denn es gibt unterschiedliche Aussagen über die Wassertiefe. Die Einfahrt befindet sich westlich vom „HOP Noord“ und man fahrt zuerst direkt auf die Steinschüttung zu und biegt dann hart nach rechts ab. Am Ende haben wir noch 20 cm unterm Kiel. Achtung: Der Steg wird zum süd-westlichen Ende noch flacher. Wir treffen noch den Hafenmeister und bezahlen die Hafengebühr. Er verlässt die Insel kurz darauf uns so haben wir diese für uns fast ganz allein. Hier lassen wir einfach mal die Bilder und Töne sprechen.

Das Geschrei der Vögel ist einfach unglaublich
Sonnenuntergang am De Kreupel
Gänseeier

Ostersonntag tasten wir uns vorsichtig aus dem Hafen. Gemächlich geht es mit 2-3 Knoten nach Enkhuizen. Dank des herrlichen Wetters ist schon fast T-Shirt-segeln angesagt. Kaum in „J2“ angekommen vermissen wir die kurzen Hosen. (Diese liegen leider auch zu Hause). Wir treffen einige Stegnachbarn und verbummeln den Tag.  Das Abendessen gibt es heute in der Pflicht bei traumhaftem Sommerwetter!

Zurück in J2:-)

Winterzeit

Winterzeit – bootsfreie Zeit. Eine Zeit der Erholung mit einer anderen Fokussierung der Freizeitaktivitäten. Joggen, wandern, Kino und auch mal lange Filmabende rücken in den Vordergrund. Selbst der Garten und das Haus brauchen in dieser Jahreszeit mehr Aufmerksamkeit. Müsste nicht noch die Garage aufgeräumt werden…

Seit Oktober steht unser Boot nun wieder in der geschützten Halle. Damit rückt auch die Wettervorhersage für die Niederlande in der Prioritätenliste weit nach hinten. Keine Bedenken über flatternde Planen oder schlagende Leinen plagen uns in diesem Winter. Auch der Gedanke des lästigen Entfernens von Schmutz und Grünspan im Frühjahr kommt nicht auf. Die Decision ist nämlich bereits sauber und frisch gewachst, bereit für die kommende Saison.

Die ToDo-Liste ist weitestgehend abgearbeitet. So sind die Wischen gereinigt und gefettet und mit neuen Sperrklinken versehen. Auch die neuen Stecker an Deck sind montiert. Die Mittelklampen sind neu befestigt und die alten Löcher mit Epoxy vergossen. Selbst unsere leidige Kielfuge zeigt sich in einem guten Zustand.

Wir wünschen allen Lesern unseres Blogs eine gute Saison 2019

Neues für die Bordbar

Winterzeit ist Ausrüstungszeit. Dieses Mal möchten wir euch etwas Besonderes für die Bordbar vorstellen. Rum! Ein besonderer Rum. Ein gesegelter Rum.

Inspiriert durch die NDR Reportage sind wir sozusagen auf den Geschmack gekommen. In dem Projekt von Kapitän Cornelius Bockermann geht es um umweltfreundliches Frachtsegeln, um somit den Kontrast zur konventionellen Seeschifffahrt aufzuzeigen. Sicherlich ein schwieriges Unterfangen, in diesem Geschäft profitabel zu arbeiten und darum unterstützen wir dieses Projekt sehr gerne. Der Rum wird uns in der nächsten Saison auf der Decision begleiten. Eine kleine Kostprobe haben wir uns schon zu Hause gegönnt und wurden nicht enttäuscht.

xcxccbbbbbb
40 Meter V4A Ankerkette und 8 Meter Vorlauf

Neben dem Rum gibt es noch ein weiteres Highlight! Eine neue Ankerkette! Bisher haben wir, auch aufgrund unseres mangelhaften Ankergeschirrs, nicht geankert. Das wird sich nun hoffentlich ändern! Wir werden berichten!  

Drei Länder Tour (2/2)

Bolougne – Dunkerque 18.07.2018

Bei hochsommerlichem Wetter lösen wir gegen 12 Uhr die Leinen in der Marina Boulogne sur mer. Durch den noch niedrigen Wasserstand sind Muscheln und Algen an den Spundwänden gut zu erkennen. Die Strömung zieht uns aus dem Becken und die Sandbänke verlangen volle Aufmerksamkeit. Mit südlichem Wind von kaum 2 BFT geht es zunächst wieder zurück nach Cap Griz. Dort müssen wir leider wieder etwas Motoren, doch schon bald frischt der Wind wieder auf und wir segeln die letzten Meilen bis Dunkerque. Diese riesigen Industrieanlagen haben uns schon bei der Hinfahrt beeindruckt. In der Abendsonne wirken die bunten Farben der Abgase aus den Schornsteinen fast romantisch. 

Viel Verkehr im Englischen Kanal

Wir machen gleich steuerbord im Päckchen an einem englischen Stahlboot fest. Die Besatzung des Kutters möchte morgen zurück über den Kanal und um 05:00 Uhr aufbrechen. Das kann uns aber nicht abschrecken. Denn wir möchten hier nicht länger bleiben. Tanja hat immer noch etwas Probleme mit dem Rücken uns so krabbelt Wolfgang auf den Steg um das Hafenbüro zu suchen. Alles zu! Den Steg kann man nur mit einer Chipkarte verlassen und das Büro macht erst um 09:00 Uhr auf.  Dann eben nicht!

Wir trinken unseren Anleger (Bier von den netten Engländern aus Boulogne sur meer) und essen die Reste vom Vortag. Dabei lauschen wir den Klängen eines Dudelsackspielers.

Dunkerque – Zeebrugge 19.07.2018

Auf nach Cadzand- Bad oder so!

Wir starten am Morgen zusammen mit unsere englischen Päckchenliegern. Wechseln noch ein paar Worte und wünschen uns gegenseitig eine gute Reise. Es ist mal wieder flau mit dem Wind und so Motoren wir mal wieder. Die Fahrt ist unspektakulär und so dösen wir abwechselnd in der Sonne. Gegen Mittag und kurz vor Oostende taucht ein Hubschrauber auf und fliegt sehr dicht hinter einem Sportboot her. Das Manöver wird noch einige Male wiederholt bis er abdreht. Kurz darauf bekommen wir Besuch von der belgischen Polizei mit einem „Rubberboat“ (2x 300PS). Flucht schient keine Option zu sein! Die beiden Polizisten grüßen freundlich und sagen, sie würden das Boot überprüfen. Einer tippt in einem Notebook während der andere Wolfgang fragt „What´s your destination“. Wolfgang antwortet: „BAD CADZAND“. Der Polizist darauf: „WHAT“. Darauf wiederum Wolfgang etwas lauter und deutlicher „BAD CADZAND“. Die beiden Polizisten schauen sich an und drehen ab. Tanja schläft während der ganzen Aktion unter Deck und kommt nun verträumt nach oben. Was wollten die fragt sie? Wolfgang antwortet: Die fragten nach unserem Ziel und sind dann einfach weg. Und was hast Du geantwortet fragt Tanja? Na „BAD CADZAND“! Tanja hat sich vor Lachen nicht mehr halten können. Der Ort lautet „CADZAND-BAD“

Der Wind frischt nun deutlich auf gute 5 BFT auf. Nun können wir zwar schön segeln doch sind wir auch schon vor der Einfahrt Zeebrugge. Im Hafenführer sind Warnhinweise, bei auflandigem Wind über 5 nach Cadzand einzulaufen. Kurzentschlossen zum Leid von Tanja geht es nun wieder nach Zeebrugge. Cadzand verschieben wir auf morgen.

Zeebrugge –Cadzand 20.07.2018

Nach dem obligatorischen Abmelden bei Zeebruge PortControl geht es nun bei frischem Wind auf die Nordsee. Wir können die paar Meilen auf der Nordsee gut segeln und erreichen schon gegen 14 Uhr den Meldesteiger der Marina. Der Wind ist deutlich schwächer als gestern.

Marina Bad Cadzand

Doch weiterhin auflandig und wir haben arge Mühe bei Schwabbel-Welle auch wieder vom Meldesteiger fortzukommen. Doch ein freundliche Niederländer geben uns einen Schubs beim Ablegen und am Ende liegen wir wohl vertäut am uns zugewiesenen Liegeplatz. Die Marina ist sehr modern mit Schwimmstegen und allem Komfort. Es gibt sogar ein Sterne- Restaurant! Wir beschließen, hier zwei Nächte zu bleiben.

Ein Riss!

Beim Verstauen des Großsegels stellen wir die ersten Auflösungserscheinungen fest. Naja das wird wohl im Winter neu „müssen“ denken wir uns und machen eine erste Notreparatur.

Wir starten mit einem ersten Rundgang durchs Zentrum.   Cadzand ist voll mit Touristen und darunter viele deutsche. Es ist immer wieder erstaunlich wie schnell man sich an das Bordleben gewöhnt. Seit der Abfahrt in Boulogne waren wir fast nur unter uns und so kommt uns dieser quirlige Ort doch sehr fremd vor.

Wir gönnen uns eine gute Pizza beim örtlichen Italiener und glücklicherweise gibt es auch gleich noch italienisches Eis dazu.

Mmhhh

Wir verbummeln den Tag durch kleine Spaziergänge und als es am frühen Abend anfängt zu regnen, flüchten wir in eine coole  Craft-Bierbar  https://www.halvemaan.be/ . Eine gute Entscheidung. Sehr lecker und auch das Essen sieht sehr gut aus! Beim Trinken und Essen beobachten wir, wie einige deutsche Touristen sich die Karten anschauen, aber dann sehr schnell verschwinden. Eine Familie hat schon die Getränke bestellt findet scheinbar nichts Passendes. Schon sind sie wieder weg. Wir wundern uns. Uns gefällt es jedenfalls.

Cadzand – Middelburg 21.07.2018

Ein wunderbarer Segelwind erwartet uns heute Morgen auf der Nordsee. Kaum noch Welle aber um die 4 BFT aus West-Nord-West. Leider ist dies nur ein kurzes Gastspiel und die nächsten Tage ist wieder sehr wenig Wind aus nördlichen Richtungen gemeldet. Gar nicht gut um nach Norden zu fahren. Des Weiteren ist Scheveningen immer noch dicht. D.h. wir müssten in einen Rutsch durch bis Ijmuiden oder wieder rein nach Stellendam. So beschließen wir erst mal nach Middelburg zu fahren und dann zu entscheiden ob wir Rompot wieder raus gehen oder weiter durch die Staande Mastruste https://de.wikipedia.org/wiki/Staande_Mastroute. Dies Route führt quasi einmal quer durch die Niederlande. Von Zeeland durchs Ijsselmeer bis Delfzjil. Alle Brücken und Schleusen sind mit stehendem Mast passierbar.

Westerschelde

Die Westerschelde, sozusagen das Tor nach Antwerpen ist ein sehr dicht befahrenes Seegebiet. Alle möglichen Arten von Frachtern, Tanken und Feederschiffen sind unterwegs. So müssen wir beim Queren mehrfach ausweichen. Doch inzwischen haben wir eine gewisse Gelassenheit entwickelt und meistern dies ohne Probleme. Der häufige Umgang mit der Großschifffahrt gibt einem mehr Sicherheit ohne leichtsinnig zu werden.

Vlissingen Schleuse

Kaum passieren wir die Hafeneinfahrt von Vlissingen ist es wieder hochsommerlich warm und die krabblige Welle der Westerschelde ist vorbei. Wir passieren die Schleuse und nehmen Kurs auf den Kanal von Walchernen https://de.wikipedia.org/wiki/Kanaal_door_Walcheren.

kurz vor Middelburg

Doch schon vor der ersten Brücke müssen wir fast zwei Stunden am Wartedalben auf Öffnung warten. Wir treffen zwei nette Niederländer und vertreiben uns die Zeit mit einem netten Gespräch. So ist was Warten doch recht kurzweilig.  Brücke für Brücke kämpfen wir uns bis Middelburg durch. Schon die Einfahrt in die Hafenzone sieht verlockend aus und wir freuen uns auf das kleine Städtchen.

GTL-Tanke

Zuvor füllen wir unseren Tank/Kanister Jos Boone noch mit GTL, um auf jeden Fall genügend Treibstoff bis nach Enkhuizen zu bunkern. Nach dem Anmelden im Hafenbüro bekommen wir eine Box im inneren Hafen und dürfen für heute die letzte Brücke passieren.

Es ist noch sehr warm und wir benötigen noch etwas Abkühlung bevor wir eine erste Runde durch das Zentrum drehen und so gönnen wir uns ein kühles Bier. Wir drehen eine kleine Runde durch das Stadtzentrum und nehmen danach eine Dusche. Das gastronomische Angebot ist wirklich sehr groß und vielfältig. Wir entscheiden uns für das Restaurant direkt am Hafen und werden nicht enttäuscht. Wolfgang muss unbedingt noch die Neeltje Jans Muscheln probieren. Sehr lecker!

Blick auf unseren Hafen

Lange Jan

Aussicht vom Lange Jan

Den zweiten Tag in Middelburg verbringen wir mit einem ausgiebigen Stadtrundgang. Insbesondere der „lange Jan“ hat es uns angetan. Von hier oben hat man einen super Überblick. Wir kaufen noch ein paar Lebensmittel im Supermarkt und verbringen den Rest des Tages mit Kochen und Relaxen.

Middelburg –Veere- Sint Annaland 23.07.2018

Heute verlassen wir schon das schön Middelburg mit seinen historischen Gebäuden und nehmen Kurs auf Veere. Doch zuvor müssen wir auf die erste Öffnung der Hafen-Brücke warten. Daraufhin geht es weiter auf den Kanal von Walchernen. Vor Veere kommt noch eine Schleuse. Wir staunen nicht schlecht als wir bei der Einfahrt einen Blick auf die Schleusenwand werfen.. Bruchsteine! Das Anlegemanöver gelingt und die Decision bleibt heile. Doch beim Verstauen der Fender stellen wir einen kleinen Riss fest. Krasse Schleuse.

Anleger Veere

Veere

In Veere gibt es einen kleinen Steg an dem man temporär anlegen darf und davon machen wir auch gleich Gebrauch. Der Zwischenstopp lohnt sich auf jeden Fall. Der historische Kern mit vielen Blumen und dem alten Hafen sind bei diesem tollen Wetter ein Genuss.  Lediglich die „vielen“ Touristen stören das Bild etwas. Doch dies ist nun wirklich Jammern auf höchsten Niveau! Beim Bäcker gibt es ein Brot und ein kleines Eis und geht es gestärkt weiter.

Der Wind hat leicht zugenommen und so können wir fast durch das ganze Veerse Meer segeln. Hier ist einiges an Bootsverkehr los. Kleine Fähren, Segelboote und Jollen, da muss man doch sehr konzentriert im engen Fahrwasser steuern. Überall gibt es hier „freie Liegeplätze“, welche für bis zu 3×24 Stunden nutzbar sind. Doch wir wollen weiter bis nach Sint Annaland.  Nach der Schleuse bei Kats können wir die Segel setzen und lassen die Zeelandbrücke links liegen. Kurz überlegen wir ob wir nicht doch Richtung Roompot aufbrechen möchten und morgen weiter über die Nordsee. Doch die Wetteraussicht mit 1-4 Knoten Wind aus drehenden Richtungen spricht dagegen. Es bleiben nur noch wenige Tag und wir brauchen unter Umständen noch etwas Puffer für die Heimreise.

Zeelandbrug

Kurs Sint Annaland

Gegen 18 Uhr erreichen wir die Einfahrt zum Krabbenkreek. An unserer Backbordseite liegen eine Boote im Sand. Es ist immer noch ablaufendes Wasser und die Sandbucht nutzen einige zum trockenfallen. Weitere Boote liegen vor Anker. 

Nach einem kurzen Stopp am Meldesteiger machen wir gleich am Schwimmsteg fest. Die Marina ist uns gleich sympathisch und wir fühlen uns sehr wohl. Wir brauchen noch einige frische Sachen für das Abendessen und Dank Google haben wir hinter der Marina einen Jumbo Supermarkt entdeckt. Mit Tüten bewaffnet freuen wir uns einige Schritte nach dem langen „Seetag“ zu laufen. Ein kurzer Schlenker  durch die Stadt und dann geht es mit vollen Taschen und 12 Liter Wasser zurück an Bord.

Nach dem Duschen und Essen nehmen wir noch einen Sundowner in der Bar. Was für  ein herrlicher Abend. 

 

 

Sint Annaland – Willemstad 24.07.2018

Als wir heute Morgen losfahren haben noch kein konkretes Tagesziel. Wir fahren mal soweit wir kommen und schauen wo wir übernachten können. So geht es gemütlich nach dem Frühstück weiter durchs Volkerak. Wir können zuerst mit Motor und später Genua und Motor nach Nord-Ost fahren. Kurz vor den großen Volerak-Schleusen müssen wir das Fahrwasser kreuzen und biegen links zur Sportschleuse ab. Am Wartedalben machen wir fest und müssen fast 1,5 Stunden auf Öffnung warten. Hier ist wieder mal Geduld gefragt!

Algenpest

Bei der nächsten Öffnung gibt es das übliche Gedrängel, doch wir sind vorsichtig. Im vergangen Jahr sind wir hier auch schon durch und es gab eine sehr unangenehmen Unterströmung. Dabei hat es eine andere Yacht quer an die Seitenwand der Schleuse geschlagen.

Sonnensegel

Dieses Mal geht alles gut. Wir entscheiden heute doch nicht weiter zu fahren und nehmen direkt Kurs auf den Hafen Batterij vom Willemstad. Auch dies ist uns vom vergangen Jahr noch in Erinnerung geblieben.

Am Abend gibt es lecker Essen in der Stadt und wir planen einen frühe Abfahrt um die „verlorenen“ Meilen von heute wieder gut zu machen.

Willemstad – Alphen aan den Rijn 25.07.2018

Pünktlich zur Abfahrt um 5 Uhr regnet es. Naja es hat die letzten drei Wochen nicht geregnet aber jetzt. Schwarze Wolken, Blitze, Starkregen. So verschieben wir die Abfahrt noch um eine halbe Stunde.  Leider regnet es nach dem Gewitter auch weiter und so geht es mit Ölzeug auf die Hollandsche Diep.

Leider müssen wir mit Erschrecken feststellen, dass unser Handlauf auf Deck nicht mehr ganz dicht ist. Es war uns irgendwie noch bewusst, dass dieser Punkt auf der ToDo Liste noch offen ist, aber es hat ja bekanntlich bis heute nicht geregnet. Wolfgang ärgert das doch sehr!

Im Tagesverlauf wird das Wetter besser und wir tauschen sukzessive Ölzeug gegen kurze Hose und T-Shirt.  Immer wieder müssen wir vor großen Brücken warten. Die Wartedalben haben meist keine Landverbindung und die Umgebung ist urban, industriell.

In Boskoop vor der Eisenbahnbrücke nimmt plötzlich der Motor kein Gas an oder vielmehr dreht er zwar hoch aber ohne Fahrt aufzubauen. Wir schaffen es noch irgendwie durch doch verlieren wir Anschluss an die Gruppe.  Auf der staanden Mastroute fährt man sinnvollerweise in der Kolonne. Somit „rutscht“ man gemeinsam von Brücke zu Brücke. Wir machen aber erst mal am Wartedalben nach der Brücke fest. Nach einen Pause haben wir wieder volle Kraft auf der Schraube. Was war los? Dreck in der Schraube.

Unterwegs erkennen wir die Arche aus Urk.

Am frühen Abend geht es durch Alphen aan den Rijn und wir entscheiden uns dem Motor oder Getriebe etwas Pause zu gönnen.

Unterwegs entdecken wir noch die Arche aus Urk. Sie hat im vergangenen Winter für viel Kleinholz und GFK gesorgt. Link zum Artikel

Wir landen im Jachthaven WVA und passieren die kleine Brücke an der Einfahrt. Der Hafenmeister begrüßt uns sehr freundlich und weist uns einen Platz zu. Tanja kommt mit dem Hafenmeister noch etwas ins Gespräch und er erzählt uns, dass die Staande Mastroute über Amsterdam dicht ist. Was nun? Naja es geht nur noch über Haarlem, da es wohl auf Grund der lang anhaltenden Hitze Probleme mit den Brücken gibt. Na toll, ein weiterer Umweg. So langsam nervt uns die Staande Mastroute doch etwas.

 Wir sind beide recht müde durch die lange Fahrt durch die Kanäle und direkt nach dem Abendessen geht es in die Koje.

Alphen aan den Rijn – Haarlem (Schouwbroekerbrug) 26.07.2018

Ein wunderschöner Morgen erwacht uns und wir genießen ein köstliches Frühstück. Die Laune ist nun wieder besser und ein erster Test unseres Antriebs ist auch vielversprechend. So tuckern wir bei herrlichen Sommerwetter los.

Kanal oude wetering

Lieder bleibt es nicht bei dieser Euphorie. Nach etwa drei Stunden Fahrt macht der Antrieb wieder Mucken. Die nächsten Stunden werden zur physischen und physischen  Tortur. Bei jeder weiteren Brücke bangen wir, dass wir bei Öffnung auch Kraft auf die Schraube bekommen. Wolfgang probiert verschiedene Taktiken aus. Den meisten Erfolg haben wir, wenn  wir nach dem Einkuppeln gaaaanz vorsichtig Gas geben. Zum Teil fahren wir rückwärts durch die Brücken oder Tanja funkt den Wärter zuvor an und wir rauschen einfach durch. Wir erreichen Haarlem und passieren die erste Brücke „Cruquiusbrug“. Nach dem Passieren soll man sich beim Hafendienst über Funk melden, um die weiteren Brücken zu koordinieren. Tanja tut das auch brav und erfährt, dass heute keine Brücke mehr öffnet.  Wir können auch sehen, dass sich die Cruquiusbrug nach unserer Passage nicht mehr schließen lässt. Die Brücken lassen sich Aufgrund der enormen Hitze nicht mehr öffnen oder schließen.

Hafen bei Schouwbroekerbrug

Und nun? Wie geht es weiter. Einige Boote aus der Kolonne ankern im Kanal. Andere haben sich an irgendwelchen Dalben vertäut. Wir können aktuell nur noch im Standgas manövrieren. Nach einigem Hin- und her entdecken wir einen kleinen „Hafen“ links vor der Schouwbroekerbrug. Unter Schwierigkeiten lagen wir uns an die lange Kante und haben noch einige Zentimeter Wasser unterm Kiel. Der Hafen ist eigentlich kein Hafen, da es keinerlei Infrastruktur gibt. Der Hafenmeister und seine Freunde sitzen in der Sonne und genießen das Leben. Gäste sind hier wohl nicht so häufig. Uns wird auch ein Mechaniker und ein chinesisches Restaurant empfohlen. Doch wir entscheiden uns für den Chinesen. Tanja taucht noch mal ab um die Schaube zu prüfen. Hier scheint doch alles ok zu sein. Wie geht es weiter? Wann öffnen die Brücken. Über Funk erfahren wir das es um 19:00 Uhr eine Öffnung geben soll. Doch wir gehen zum Chinesen essen um alles Weitere zu besprechen. Bei der Rückkehr liegen noch weitere Boote im kleinen Hafen. Eine Öffnung um 19:00 Uhr gab es nicht. Zum Überfluss soll es heute Nacht noch Gewitter geben und so legen wir noch zusätzliche Festmacher aus.

Haarlem (Schouwbroekerbrug) – Enkhuizen Aquadukt (Südseite) 27.07.2018 und 28.07.2018

Tanja schaltet  den Funk ein und wir erfahren von einer ersten Öffnung um 07:00 Uhr. Leider haben wir nur noch 6 Minuten Zeit so legen wir einen Blitzstart hin und sind um 07 Uhr vor der offen Brücke. Eine kurzer Funkspruch von Tanja und wir dürfen die Brücke noch passieren. Puhh geschafft.

Buitenrustbrug warten

Leider geht es nur bis zur nächsten Brücke der Buitenrustbrug. Wie wir erfahren, wird diese erst ab 9 Uhr geöffnet. So vertäuen wir uns zwischen zwei Dalben der Berufsschifffahrt. Das Manöver schauen wir uns bei einer dänischen Yacht ab. Die beiden treffen wir seit Alphen an der Rijn

Buitenrustbrug doppel rot.

immer wieder.

Die restlichen Brücken durch Haarlem sind kein Problem und auch der Antrieb macht heute Morgen keine Mucken. Wir haben die Abdeckung des Motors offen um möglichst viel Kühlung zu bekommen.

Wir rauschen durch bis Spaarndam und müssen dort auf die Öffnung der Schleuse warten. Auch hier gibt es ein tolles Gedrängel aber am Ende finden alle Ihren Platz. Wir zahlen 3 EUR Schleusengeld und fahren weiter bis zum Wartedalben  der Autobahnbrücke.  Bei wirklich warmen Sommerwetter und zwei Tagen ohne Dusche erfrischen wir uns um kühlen Wasser des Rheins.

Jetzt muss nur noch der Antrieb im Nordzeekanal durchhalten. So laufen wir mit 4 Knoten Fahrt problemlos bis zur Oranjesluizen. Für dieses Jahr haben wir genug vom Kanalfahrt. Kurz überlegen wir, ob wir die Nacht noch irgendwo im Hafen verbringen möchten. Doch der Wind frischt gerade etwas auf und es ist eine warme Sommernacht gemeldet. So setzen wir kurz nach dem Verlassen der Schleuse die Segel. Traumhaft endlich mal wieder schön segeln. Wir sind zurück in unserem Heimatrevier.

Marken

Das Markermeer zeigt sich von seiner besten Seite und bis auf einige Fischer haben wir  es für uns. Kurz vor der Schleuse in Enkhuizen wird es noch mal etwas anstrengend. So tasten wir uns im Dunkeln in das Fahrwasser. Die vielen Lichter sind doch etwas verwirrend. Ampel, Häuser, Strassenbeleuchtung oder Seezeichen?

Doch was nun? DOPPEL ROT am Aquadukt! Tanja versucht per Funk die Schleuse zu rufen. – ohne Erfolg. Leicht abgeschlagen und verärgert legen wir uns an die lange Seite im Wartebereich. 

Wir sind beide sehr müde und gehen erschöpft ins Bett. Am Morgen um 07:00 Uhr lösen wir gleich nach dem Aufstehen die Leinen und fahren in den den Compagnieshafen. Nach einer ausgiebigen Dusche und frischen Brötchen vom Bakker Rood sieht die Welt schon wieder anders aus. Wir sind froh, trotz einiger Turbulenzen wieder in Enkhuizen zu sein. Der Rest ist Routine; Putzen, Packen und zurück nach Hause. Schön war es! 


 

In dieser Karte von Google könnt Ihr die gesamte Strecke noch mal nachverfolgen.


 

 

Das erste mal unter Spi

Die Bedingungen sind nahezu perfekt für einen ersten Test unseres Spinnakers. Der Wind ist mit 7-9 Knoten gemeldet und kommt fast achterlich. Wir fahren von Hoorn über Lelystad weiter nach Urk. WIR sind dieses mal zu dritt. Antje begleitet uns über Fronleichnam und so haben wir zwei zusätzliche helfende Hände.

Den Spi haben wir im Winter gebraucht bei ebay ersteigert. Er ist schon ein paar Jahre alt aber ohne Löcher und Reparaturen. In weiterer Heimarbeit wurden Spischoten und Barberholer vorbereitet. Zahlreiche Forumsbeiträge, Youtube videos und Bücher wurden studiert um mehr über die Tricks des Spinnakersegelns zu lernen.

Wir packen auf dem Hafengelände den Spi noch ordentlich in den Spisack um beim Setzen keine „Eieruhr“ zu bekommen. Danach geht es raus in die Bucht von Hoorn, wo wir auch gleich die Segel setzen. Alles wird bereitgelegt und mit den Vorbereitungen begonnen.

Spi-Sack anbinden, Schoten und Barberholer anschlagen, Toppnant am Spibaum anschlagen, Niederholer anschlagen,  SpiFall anschlagen, Spibaum einklinken. – Klar zum Setzen des Spi!

 

Alles gut? Ist da doch was verdreht?

Klar! Schnell rauscht das Fall in die Höhe und der Spinnaker füllt  sich, während  die Genua eingerollt wird.

Mit dem Spi können wir nun fast bis nach Lelystad segeln. Wir sind alle drei von unserer „kleinen blauen Wundertüte“ begeistert.

Bei der Rückfahrt am nächsten Tag nach Enkhuizen haben wir etwas mehr Wind und so kann Antje ihre Fähigkeiten beim Amwindkurs steuern verbessern.

ein gelungenes Wochenende

Antje an der Pinne