Alles in trockenen Tüchern – Winterlager 2017

Dieses mal ist alles anders. Anders, weil wir einige logistische und zeitliche Abstimmung zu meistern haben. Anders auch, weil wir diesen Winter zum ersten mal einen Hallenplatz haben und noch eine „größere“ Reparatur erledigen wollen.

Unser WoMo ist nun endlich nach fast einjähriger Reparatur wieder fit. Mit „frischem TÜV“ und voll beladen mit Werkzeug, geht es am 30.09. Richtung Woudsend. Dort lassen wir unser mobiles Heim stehen und machen uns mit Bus, Bahn und Fähre auf den Weg nach Enkhuizen zur Decision.

Sonntag 01.10.: Früh um 8:30 Uhr geht es nur mit der Genua nach Stavoren. Der Wind ist kräftig und wir schieben mit über 5 Knoten bei fast achterlichem Wind nach Stavoren. Vor der Schleuse steht wie „fast“ immer ein unangenehmer Schwell. Doch wir haben Glück und das Tor öffnet nach wenigen Minuten. Beim Anlegen kommen wir noch kurz quer, doch durch eine freundliche und helfende Hand haben wir die Situation schnell wieder im Griff.

Weiter geht es durch die Kanäle und das Heeger Meer nach Woudsend. Eigentlich ein perfekter Abschluss. Doch es ist viel los und uns kommen einige „Bötchen“ extrem nahe.

Noch am späten Nachmittag beginnen wir, die Decision auszuräumen. Tasche um Tasche und Kiste um Kiste wandert ins Wohnmobil, um sie nach Hause zu transportieren.

Montag 02.10.: Nach dem Frühstück geht es direkt aufs Boot, um die restlichen Sachen auszuräumen und zu putzen. Tanja „innen“, Wolfgang „außen“. Das hat sich schon irgenwie so eingespielt. Gegen Mittag geht es dann auch schon zum Kranplatz und zusammen mit dem Reekers-Team nehmen wir den Mast ab. Kurze Zeit später schwebt Sie schon im Kran. Den Nachmittag verbringen wir noch mit aufräumen. Die Decision wandert in die Arbeitshalle.

Wir gehen abends noch lecker im T´Ponkje essen. Dies ist schon fast eine Tradition. Wir lieben dieses Restaurant und sehen das als keines Highlight beim Ein- und Auswintern. Wolfgang es nicht so gut. Ihn hat eine Erkältung erwischt!

Dienstag 03.10.: Heute trennen sich unsere Wege.(nur bis zum Wochenende)  Wolfgang hat die Woche noch frei und bleibt in Woudsend. Tanja macht sich ab Lelystad mit der Bahn auf die Heimreise.

Glücklicherweise haben wir bei Reekers die Möglichkeit, eine Arbeitshalle zu mieten und so können wir eine schon einmal aufgeschobene Reparatur durchführen.

Wir haben Risse im Gelcoat in der Pflicht. Auf Dauer kann und wird Wasser ins Laminat eindringen. Das ist nicht gut!

Logbuch zum Reparaturteil:

Dienstag 03.10: leichter Regen, böiger Wind

Risse im Gelcoat
geschliffen bis auf das Laminat
gespachtelt mit 2k Epoxy Spachtel

Tätigkeiten: Zuerst werden die betroffenen Stellen bis aus Laminat herunter-geschliffen. Es gibt keinen Weisbruch im Laminat. Somit kann gleich nach dem Entfetten wieder alles mit 2k Epoxy Spachtel verschlossen werden.

Mittwoch 04.10.: Regen mit kurzen trockenen Abschnitten, nachts viel Regen

Chemieküche

Tätigkeiten: Der Spachtel ist nach 24 Stunden schleifbar und wird nun 120/180/240 er Papier geschliffen. Vor allem die Ecken und Rundungen der Wasserabläufe halten auf. Am Abend wird alles mit einem 2k Epoxy Primer gestrichen. Auch hier muss zuvor entfettet werden

Donnerstag 05.10.: starker Regen mit kräftigem Wind

mit Primer gestrichen

Tätigkeiten: Auch der Primer wird mit einem Schleifschwamm angeschliffen. Danach erfolgt die erste Lackschicht mit 2 k Lack.

fertig lakiert

Freitag: 06.10.: Wechselhaft, kräftiger Wind

Tätigkeiten: Der Lack hat noch einige kleinere Blasen geworfen. Daher noch mal kurz anschleifen und entfetten. Es folgt Lackschicht zwei.

Samstag 07.10.: weiter wechselhaft und böiger Wind

Tätigkeiten: Die Klebebänder werden entfernt und der Lack muss noch weiter aushärten. Im Frühjahr sollen die Flächen mit TBS Decksbelag beklebt werden. 

Zwischen den diversen Trocknungsphasen kann der Rumpf noch auf Vordermann gebracht werden. Das neue Produkt zeigt nicht das gewünschte Ergebnis und daher werden verschiedene Techniken ausprobiert bis zum gewünschten Ergebnis. Zwischendurch gibt es noch wertvolle Tipps von Steven. Steuerbord ist jetzt die Epiphanes-Seite und DULON die Backbord-Seite. Mal sehen, welche Seite die Saison besser überlebt!

Fazit: Wolfgang ist sehr froh, in dieser Woche in der Halle arbeiten zu können. Auch die Wahl des Hallenplatzes für den Winter macht die doch recht vollgepackte Woche recht angenehm. Nur die Erkältung hätte man sich sparen können.

vollgepackt geht es wieder nach Hause…

465 Kilometer – so weit!

Nur über das Wochenende? Lohnt sich das?

Diese Reaktion bekommen wir oft zu hören oder auch nur verdutzte und ungläubige Gesichter.

Ja 465 km sind es von zu Hause nach Enkhuizen/Compagnieshaven. Das ein oder andere Wochenende nehmen wir das gerne in Kauf. Die Saison in den Niederlanden ist kurz und unser Urlaub beschränkt. So reicht es manchmal einfach nur für eine ganz kleine Auszeit. Die stellt sich meinst wie folgt dar.

 

Vor 19:30 Uhr können wir meist nicht losfahren. Zuerst müssen noch die notwendigsten Dinge im Haus erledigt werden oder der liebe Rasen braucht noch einen Schnitt. Diese Verzögerung bringt aber auch einen großen Vorteil mit sich: Der Wochenend- und Berufsverkehr im Ruhrgebiet ist meist schon durch. Wir wählen die Route über die A45. Stau gibt es hier selten, jedoch unzählige Baustellen. Viele der Brücken sind marode und müssen in den nächsten Jahren erneuert werden. So gegen 22:00 Uhr sind wir an der Grenze. Gelegentlich gönnen wir uns zuvor bei McDonald noch ein McSundae. Normalerweise gibt es ab jetzt keine Verzögerungen mehr, doch letztens wurde Freitag auf Samstag Nacht der Houtribdijk gesperrt. Ärgerlich so kurz vorm Ziel!

Am Ziel angekommen heißt es: Taschen und Kühlbox den Karren und ab zur Decision! 30 Minuten später liegen wir in der Koje.

Das Frühstück verlagert sich doch meist auf 09:00 Uhr. Den Luxus der Brötchen der Bäckerei Rood genießen wir zu gerne.

 

Nach unsrer Ansicht bietet das Ijsselmeer und im speziellen Enkhuizen ideale Bedingungen für Wochenendtörns. Warum? Es gibt in drei Himmelsrichtungen mindestens sechs bequem erreichbare attraktive Häfen/Orte. Zu unseren Favoriten zählen: Stavoren, Lemmer, Medemblik, Urk und natürlich Hoorn. Schnell noch mal das Wetter gecheckt und das Ziel ist meist schnell gewählt. Wir verbringen sehr selten ein Wochenende in Enkhuizen, uns zieht es meist woanders hin. Das liegt wahrscheinlich daran, dass wir beide gerne mal ankommen. Doch bevor es wirklich losgeht muss das Deck und die Pflicht noch gereinigt werden. Nord- und Ostseesegler kennen das nicht so aber hier am Ijsselmeer gibt es reichlich Spinnen und diese hinterlassen Ihre Spuren. Dies gehört zu den deutliche Nachteilen von Süßwasser!

Wie schon erwähnt, kommen wir ganz gerne an. Wobei das notwendige Hafenmanöver nicht zu unserer Leidenschaft gehört. Zu Zeiten als wir noch gechartert haben, war dies oft Adrenalin pur. Inzwischen sind wir eingespielter und kennen das Boot, Hafen und uns besser.

Den restlichen Tag verbringen wir oft mit Erkundungen, Spaziergängen, Kochen oder auch mal was leckeres essen gehen.

Wir nehmen uns regelmäßig vor, sonntags zeitig wieder nach Enkhuizen aufzubrechen. Doch meist bleibt es beim Vorsatz. Doch bei guten Windverhältnissen geht es in der Regel flott zurück.

Nun folgt der „lästige“ Teil des Eigner-Daseins. „klar Schiff machen“! Hafenwagen holen und das ganze Gepäck wieder von Bord. Putzen, Saugen, Leinen umbauen, Seeventile schließen, Strom abstellen, Gas abstellen, Deck putzen, Segel abdecken und und und… Nach zwei Stunden sind wir meist durch und lassen die Decision zurück. Doch es bleibt bis heute immer ein Gefühl „haben wir alles gemacht?“, „sind die Leinen auch fest?“

Auf dem Heimweg geht es meist noch mal zu “ AH“ um den Wocheneinkauf zu erledigen. Eine sehr praktische Sache. Denn in den Niederlanden haben die Supermärkte auch Sonntags geöffnet. Noch schnell einen Maltijd-Salat eingepackt und schon geht es wieder zurück über den Houtribdijk.

Normalerweise gibt es Sonntag Abend nicht viel Verkehr und wir kommen flott voran. So dass wir zwischen 22-23 Uhr zu Hause ankommen. Taschen aus dem Auto und die Einkäufe verstauen.

Kurz darauf liegen wir auch schon im Bett, denn Montag Morgen ruft die Arbeit schon wieder!

 

War es nicht wieder ein tolles Wochenende? Wir wissen auf jeden Fall, wie wir morgen die Fragen beantworten: Ja, sicher lohnt sich das!

Ankommen ist unser Ziel

Es ist der 29.08.2015 und wir radeln von Andijk nach Medemblik. Die freundliche Hafenmeisterin hat uns Räder geliehen. Es ist ein perfekter Sommertag und wir freuen und das Wochenende mal wieder hier verbringen zu können. In Medemblik angekommen, setzten wir uns zu den vielen anderen Menschen auf den Deich und schauen den einfahrenden Yachten zu. Überall ist Musik und gute Stimmung zu hören. Es ist nun schon nach 19:00 Uhr und somit Zieleinlauf zum Delta Lloyd 24uurs zeilrace. 

Weiter geht es Richtung Stadtzentrum und wir schauen gebannt auf das Treiben. „Nächstes Jahr sind wir auch dabei“ „Echt, meinst du wirklich?“ Der Gedanke geht uns nicht mehr aus dem Kopf. Im dunkeln radeln wir zurück und schmieden die ersten Pläne.

26.08.2016: Wir sitzen mit Lars auf der Fähre von Stavoren nach Enkhuizen und machen uns mit den Wettkampfregeln vertraut. Leider sind wir alle keine Regattaspezialisten und haben noch so manches Fragezeichen. Wir studieren die Wetterberichte und versuchen, dies in einen optimalen Kurs umzusetzen. Dann wird noch ein Wachplan erstellt. Bei der Ankunft in Enkhuizen steht der Plan und wir sind alle guter Dinge. Motto: Ankommen ist unser Ziel (100 Meilen wären toll…)

Gestern haben wir noch „Fischbrötchen“ von Hoorn nach Stavoren überführt. Fischbrötchen ist eine Dehler 31 und Lars, der frisch gebackene Eigentümer, möchte Sie dieses Jahr noch in die Ostsee überführen. Das ist aber eine andere Geschichte.

Alles startklar!

19:45 Uhr ist unsere Startzeit. Wir sind beide etwas nervös aber Lars bringt die notwendige Ruhe ins Geschehen.

Wir schauen uns den Start der ersten Gruppe um 19:00 Uhr an und bestaunen die Gelassenheit der Spitzengruppe. Da wir noch mal eben unter Segeln angelegt um Frau und Kind zu verabschieden und dann schnell über die Startlinie.

Startaufstellung

Wir fahren um 19:47 über die Startlinie. Das Wetter ist perfekt und wir genießen den Sonnenuntergang.

Abendstimmung

Um es vorweg zu nehmen: Die Nacht verläuft wunderbar. Jede Menge Verkehr und ein Lichtermeer von „Dreifarben Laternen“. Doch insgesamt alles sehr geordnet. Auch unser Wachplan mit 2 Stunden an der Pinne, 2 Stunden Navigation und 2 Stunden frei, erweist sich als gut. So kommen wir alle in der Nacht zu ein paar Stunden Schlaf.

Morgenstimmung
Navigation
Die Dokumentation muss stimmen!

 

 

 

 

 

Nur unser Routenplanung ist wohl nicht ganz optimal. Daher müssen wir in den frühen Morgenstunden gleich mal umplanen. Als Neulinge fällt uns das nicht ganz so einfach. Das Reglement ist doch komplex. Man hat zwar viele Möglichkeiten der Kombination der Bojen doch das ist in Verbindung mit der zweifach-Regel auch die Herausforderung. Eine Boje darf nur zwei mal passiert werden. 

Am Ende wird es noch mal spannend. Denn alle Yachten müssen um die VW19 und danach auf die 5sm lange Zielgerade. Es ist recht chaotisch und eng bei der VW19 noch dazu kommen wir aus taktischen Gründen aus der falschen Richtung. Da wir ja die Boje auch von der richtigen Seite umrunden müssen.

VW19
Quelle: http://www.bootinbeeld.nl/

Wir genießen die die letzten fünf Meilen und spüren doch die Anspannung des Einlaufens in den Hafen.

Vor der Einfahrt
Mitten drin!

Jetzt wird es eng! Fast 500 Yachten wollen jetzt in den Hafen von Medemblick und somit geht es hier im Schneckentempo durch die Gasse. Überall hören wir wieder Musik und die Menschen feuern die einlaufenden Schiffe an. Jetzt kommt noch die Angel der KNRM und schon liegen wir am Ende im 10er-Päckchen ganz außen.

 

 

 

 

 

 

Geschafft!!! Alle wohl auf! Müde! Aber toll war es! Am Ende waren es nur 96,34 sm. Schade aber vielleicht gibt es ja eine zweite Chance.

Tanja, Lars und Wolfgang

Am nächsten Morgen gibt es noch Frühstück auf der Decision. Wir verabschieden und bedanken uns bei Lars. Für Ihn geht es weiter nach Stavoren zu „Fischbrötchen“ und wir motoren mangels Wind zurück nach Enkhuizen.

SIERRA / ROMEO / CHARLY

Ich habe mir zu Weihnachten 2015 selbst ein Geschenk gemacht…Einen Wochenend-SRC-Funkkurs.

Unterm Weihnachtsbaum
Unterm Weihnachtsbaum

Wolfgang hat den Schein ja bereits, wozu also eigentlich? Ein bißchen nautische Weiterbildung kann ja nicht schaden.

Der Kurs startet, ohne dass ich mir die Unterlagen vorher angesehen habe. Schon zu Beginn sollen wir unseren Namen im Funk-Alphabeth buchstabieren – Klappt nur holprig…Und holprig geht’s am ersten Tag erst mal weiter….Die Funkferkehr-Abläufe wollen mir erst mal nicht so richtig in den Kopf gehen. Am zweiten Tag läuft es besser, auch den Namen kann ich jetzt buchstabieren.

Bis zur Prüfung habe ich 4 Wochen. Also: Lernen, lernen, lernen. Theorie ist ja nicht so schwer. Mit Hilfe einer App sitzen die Fragen schnell recht sicher. Wann nutze ich welchen Kanal? Das ist das einzige Thema, bei dem ich noch regelmäßig daneben liege. Wolfgang übt jeden abend geduldig mit mir den Sprechfunk. Um das Gerät sicher bedienen zu können, treffe ich mich mit einer netten Mit-SRC’lerin noch mal in der Segelschule zum Üben.

Prüfungstag in Frankfurt: Theorie….mit links.  Auf die pratische Prüfung muss ich mehrere Stunden warten und die Aufregung steigt. Als es soweit ist, bin ich total nervös. Habe schon ganz vergessen, wie sich Prüfungsangst anfühlt aber die Prüfer sind sehr nett, geduldig und auch wenn ich mich hier und da ganz schön vertue und bei zwei Aufgaben auch die zweite Chance benötige….der Schein ist meiner….

SRC Schein

Boatfit: Bekanntes neu erleben

Das Licht wird langsam hell und der Radiowecker beginnt um 5:00 Uhr zu spielen. Aufstehen!

Messezentrum Bremen
Messezentrum Bremen

Um 5:45 Uhr geht es von zu Hause mit der Bahn los. Über Frankfurt und Hannover nach Bremen. Nach dem Frühstücken, dem Lesen des Messeprogramms und einem kleinen Nickerchen, komme ich um 10:45 Uhr in Bremen an.

Mein dritter Besuch auf der Boatfit. Aber diese Jahr ist es anders. Die Jahre zuvor waren wir (Tanja und ich) noch keine Bootsbesitzer. Ich hatte mir im Vorhinein ein paar Vorträge zum Refit herausgesucht und hoffe nun, einige Informationen mitnehmen zu können.

Beim ersten Durchschlendern gibt es viel Bekanntes zu sehen. Der Aufbau der Hallen ist wie in den Jahren zuvor und auch die ausstellenden Firmen sind nahezu gleich. Aber ich habe konkrete Fragen im Kopf und hoffe hier auf Antworten. Ein Problem ist unser Mastkabel. Es scheint als hätten wir einen Kabelbruch und leider steckt es auch fest im Mast. Tipps habe ich bekommen. Aber diese Baustelle wird wohl etwas aufwändiger als gedacht:-(

Um 17:00 Uhr gibt es noch einen Vortrag von Hinnerik Weiler „Einhand/Zweihand: Segeln mit kleiner Crew“. Ich kann aus dieser Stunde einiges mit nach Hause nehmen. Ein Bild ist mir besonders im Gedächtnis geblieben:

Crew mit zwei Händen
Crew mit zwei Händen

Müde und mit vielen Einrücken geht es dann zu meiner Unterkunft.Kajüte Ich habe mich auf der „Ronja“, einem Zweimastklipper. eingebucht. Diese liegt direkt auf der Weser vor der Eisenbahnbrücke. Für Gäste gibt es eine Kajüte im Vorschiff. Sehr gemütlich, schön eingerichtet und warm. Ich werde von Benjamin freundlich empfangen und mache es mir gemütlich.

PizzaDoch bevor es in die Koje geht, gibt es noch Pizza und ein Telefonat mit Tanja. 21:00 Uhr: Bettruhe

 

Die Sonne scheint durch die kleinen Luken. Was für ein perfekter Morgen. Das Deck ist mit Raureif bedeckt

Morgenstimmung
Morgenstimmung

aber der Himmel strahlt blau. Nach einer heißen Dusche geht es, an der Weser entlang, Richtung Schlachte/Zentrum. Ich habe ja noch etwas Zeit, bis die Messetore öffnen.

Blick Weser flußaufwärts
Blick Weser flußaufwärts

 

 

Im Café „Alex“ gibt es dann Frühstücksbüffet. Leider bekomme ich das WLAN nicht zum Laufen. Somit gibt es keine Bilder für zu Hause. Mit vollem Bauch geht es zur Messe.

 

11:00 Uhr Spleißen! Handwerklich bin ich nicht ganz unbegabt aber ich bin kein Knotenkünstler und für mehr als eine Takling hat es bisher nicht gereicht. Der Workshop weckt meinen Ehrgeiz. Ich werden wohl noch etwas üben müssen.

Bloggerseminar: Tolle zweieinhalb Stunden! Ich habe einiges mitnehmen können. Vor allem viele Anregungen über den Aufbau, Do’s and Dont’s. Großes Lob an Hinnerik!

Restaurant Übersee Stammtisch der GFK-Klassiker: Gegen 19:00 Uhr

Übersee Museum
Übersee Museum

treffe ich mit den Ersten des GFK-Klassiker ein. Die GFK-Klassiker sind ein Verein zum Erhalt von klassischen Yachten aus GFK. Die meisten Mitglieder haben ihre Boote an der Ostsee liegen. Es gibt aktuell noch wenig Mitglieder aus den Niederlanden. Doch gibt es doch gerade hier viele schöne Boote aus den 70iger und 80iger Jahren! Zufällig hat mein Sitznachbar sein Stahlboot auch in Holland liegen. Ok es gibt auch Ausnahmen!

 

Rückreise Sonntag: Schön ausschlafen. Die Sonne lacht heute wieder vom Himmel. Ausgiebiger Spaziergang an der Weser, ein Frühstück beim Bäcker und um 10:15 Uhr geht es wieder nach Hause.

Windmühle
Nicht Holland. Bremen!

Tschüss Bremen bis nächstes Jahr?

Tracking Daten unserer Törns

…seit diesem Jahr dürfen wir unsere aufgezeichneten Tracking Daten Euch zur Verfügung stellen.

Wir nutzen die Seekarten des NV-Verlages und zeichnen unsere Törns in der NV-APP auf. Über die Sharing Funktion werden die Daten auf den NV-APP Share gespeichert. Infos sind hier zu finden.

Und so kann das aussehen:-)

Quelle Seekarte: NV Verlag, Eckernförde –
NV.Atlas NL1 – NV.Atlas NL1 – Borkum naar Oostende
NV.Atlas NL2 – Waddenzee
NV.Atlas NL3 – Ijsselmeer en Randmeeren

Dreck und Speck

Ostern 2015. Das Wetter ist auf unserer Seite. Wir fahren nach Woudsend….Im Gepäck, zahllose Reinigungs-, Polier- und Reinemachmittelchen, Antifouling und Pockenfett, Putzlappen, alte Handtücher, Handschuhe, Pinsel und Farbrollen, Werkzeugkasten und Arbeitsklamotten…..

Los geht es, unsere DECISION wird gereinigt, von innen, von außen, alle Leinen, das Deck, das Gräting, die Backskiste, in der sich über Jahre ein kleines Biotop gebildet hat. Unendlich viele Eimer mit warmem Wasser holen wir 200 Meter entfernt und schleifen sie auf das Boot. Der Leiter, mit der wir das Boot an Land besteigen, fehlen Sprossen…Das Putzen entpuppt sich so schnell zum Fitnesstraining. Braun-grünes Wasser fließt aus allen Bootsauslässen, unsere Hände gleichen den Händen einer Wasserleiche nach Stunden des Schrubbens. Wir werden angesprochen, ob wir das Boot neu gekauft hätten, denn mit so viel Liebe und Elan wäre man für gewöhnlich nur im ersten Jahr bei der Sache.

Und siehe da, das Ergebnis kann sich durchaus sehen lassen. Schön sieht sie aus.

Vorher Nachher 1 Vorher Nachher 2

Wir schleifen die alte Schicht Antifouling ab und beginnen mit dem Aufbringen der neuen Schicht….Das Glück mit dem Wetter verlässt uns, es windet stark und gegen Ende beginnt es auch noch zu regnen. Wir schaffen es gerade noch so, fertig zu werden, bevor der Regen zu stark wird, zum Weitermachen. Nur einige wenige Stellen, die Stellen, an denen das Regenwasser von Deck am Rumpf entlang abläuft, bekommen wir nicht sauber hin. Durch den Regen haftet das Antifouling hier nicht mehr. Egal….Ein Blick in den Spiegel verrät, auch unsere Gesichter, Hände und Klamotten ziert nun eine Schicht Antifouling. Hier müssen wir im nächsten Jahr sehr viel vorsichtiger und schlichtweg besser werden.

Am darauffolgenden Tag beginnt Wolfgang mit den Polierarbeiten, während Tanja sich noch mit dem Innenraum, den Fendern und sonstigen Dingen beschäftigt. Wolfgang poliert, poliert, poliert….und kommt sich dabei vor wie Daniel Sun im Film Karate Kid „Auftragen – Polieren, Auftragen – Polieren“. Einen ganzen Tag lang….abends sind Wolfgangs Arme schwer, die Schultern brennen. Aber die Mühen haben sich gelohnt, DECISION erstrahlt.

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