465 Kilometer – so weit!

Nur über das Wochenende? Lohnt sich das?

Diese Reaktion bekommen wir oft zu hören oder auch nur verdutzte und ungläubige Gesichter.

Ja 465 km sind es von zu Hause nach Enkhuizen/Compagnieshaven. Das ein oder andere Wochenende nehmen wir das gerne in Kauf. Die Saison in den Niederlanden ist kurz und unser Urlaub beschränkt. So reicht es manchmal einfach nur für eine ganz kleine Auszeit. Die stellt sich meinst wie folgt dar.

 

Vor 19:30 Uhr können wir meist nicht losfahren. Zuerst müssen noch die notwendigsten Dinge im Haus erledigt werden oder der liebe Rasen braucht noch einen Schnitt. Diese Verzögerung bringt aber auch einen großen Vorteil mit sich: Der Wochenend- und Berufsverkehr im Ruhrgebiet ist meist schon durch. Wir wählen die Route über die A45. Stau gibt es hier selten, jedoch unzählige Baustellen. Viele der Brücken sind marode und müssen in den nächsten Jahren erneuert werden. So gegen 22:00 Uhr sind wir an der Grenze. Gelegentlich gönnen wir uns zuvor bei McDonald noch ein McSundae. Normalerweise gibt es ab jetzt keine Verzögerungen mehr, doch letztens wurde Freitag auf Samstag Nacht der Houtribdijk gesperrt. Ärgerlich so kurz vorm Ziel!

Am Ziel angekommen heißt es: Taschen und Kühlbox den Karren und ab zur Decision! 30 Minuten später liegen wir in der Koje.

Das Frühstück verlagert sich doch meist auf 09:00 Uhr. Den Luxus der Brötchen der Bäckerei Rood genießen wir zu gerne.

 

Nach unsrer Ansicht bietet das Ijsselmeer und im speziellen Enkhuizen ideale Bedingungen für Wochenendtörns. Warum? Es gibt in drei Himmelsrichtungen mindestens sechs bequem erreichbare attraktive Häfen/Orte. Zu unseren Favoriten zählen: Stavoren, Lemmer, Medemblik, Urk und natürlich Hoorn. Schnell noch mal das Wetter gecheckt und das Ziel ist meist schnell gewählt. Wir verbringen sehr selten ein Wochenende in Enkhuizen, uns zieht es meist woanders hin. Das liegt wahrscheinlich daran, dass wir beide gerne mal ankommen. Doch bevor es wirklich losgeht muss das Deck und die Pflicht noch gereinigt werden. Nord- und Ostseesegler kennen das nicht so aber hier am Ijsselmeer gibt es reichlich Spinnen und diese hinterlassen Ihre Spuren. Dies gehört zu den deutliche Nachteilen von Süßwasser!

Wie schon erwähnt, kommen wir ganz gerne an. Wobei das notwendige Hafenmanöver nicht zu unserer Leidenschaft gehört. Zu Zeiten als wir noch gechartert haben, war dies oft Adrenalin pur. Inzwischen sind wir eingespielter und kennen das Boot, Hafen und uns besser.

Den restlichen Tag verbringen wir oft mit Erkundungen, Spaziergängen, Kochen oder auch mal was leckeres essen gehen.

Wir nehmen uns regelmäßig vor, sonntags zeitig wieder nach Enkhuizen aufzubrechen. Doch meist bleibt es beim Vorsatz. Doch bei guten Windverhältnissen geht es in der Regel flott zurück.

Nun folgt der „lästige“ Teil des Eigner-Daseins. „klar Schiff machen“! Hafenwagen holen und das ganze Gepäck wieder von Bord. Putzen, Saugen, Leinen umbauen, Seeventile schließen, Strom abstellen, Gas abstellen, Deck putzen, Segel abdecken und und und… Nach zwei Stunden sind wir meist durch und lassen die Decision zurück. Doch es bleibt bis heute immer ein Gefühl „haben wir alles gemacht?“, „sind die Leinen auch fest?“

Auf dem Heimweg geht es meist noch mal zu “ AH“ um den Wocheneinkauf zu erledigen. Eine sehr praktische Sache. Denn in den Niederlanden haben die Supermärkte auch Sonntags geöffnet. Noch schnell einen Maltijd-Salat eingepackt und schon geht es wieder zurück über den Houtribdijk.

Normalerweise gibt es Sonntag Abend nicht viel Verkehr und wir kommen flott voran. So dass wir zwischen 22-23 Uhr zu Hause ankommen. Taschen aus dem Auto und die Einkäufe verstauen.

Kurz darauf liegen wir auch schon im Bett, denn Montag Morgen ruft die Arbeit schon wieder!

 

War es nicht wieder ein tolles Wochenende? Wir wissen auf jeden Fall, wie wir morgen die Fragen beantworten: Ja, sicher lohnt sich das!

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